Mittwoch, 15. August 2012

Krumau ist ein Juwel im Böhmerwald, aber

wer kennt schon Prachatice/Prachatitz. Dabei hat auch diese Stadt einen historischen Kern der die typische südböhmische Gemütlichkeit ausstrahlt und mit einer Fülle prächtig bemalter Häuser überrascht. Der Salzhandel über den Goldenen Steig hat die Stadt einst reich gemacht.

Freitag, 10. August 2012

Im Böhmerwald

steht diesen Sonntag, 12. August, ab dem späten Vormittag in Hirschbergen/Jelení Vrchy wieder das Festival »Begegnung mit der Tradition« im Rahmen der Schauschwemme am Schwarzenbergschen Schwemmkanal am Programm. Da wird musiziert, gesungen, getanzt, und natürlich auch zweisprachig tschechisch~österreichisch erzählt. Volksmärchen und Sagen aus dem Böhmerwald gibts von Helena Svobodová und mir zu hören. Das Wetter schaut gut aus. Das wird wieder ein Fest!

Donnerstag, 9. August 2012

Und so schaut er aus - der Helong.

In der Bildmitte wölbt er sich von hoch über dem Schindlbachtal betrachtet aus dem Tal. In Bosnien würde er wohl einwandfrei als Pyramide durchgehen. ;-{) Dahinter liegt der Ort Grünau. Rechts öffnet sich das Almtal hinaus ins Alpenvorland. Und schon beim ersten Blick wird klar warum der »Helong« auf den Landkarten zum »Zuckerhut« geworden ist. Die eine Bezeichnung richtet sich nach dem Anschein. Die Andere erklärt was dort passiert: »Helong« ist für die Einen der »Sonnenberg«, hinter dem im Osten die Sonne aufgeht. Für die Anderen der »Hörlang«, weil von dort oben angeblich das Röhren der Hirsche auf den gegenüberliegenden bewaldeten Abhängen vom Windhag (im Bild rechts) besonders gut zu hören ist. Mag sein, dass wir die Antwort diesen Herbst dalosn (= erlauschen).

»Helong« sagen die Einheimischen

zu einem markanten kleinen »Beri« (Berg) in Grünau. Auf allen Landkarten wird der gleiche Berg als »Zuckerhut« bezeichnet. Gleich wie es ist: Der Weg hinauf schlängelt sich durch den Laubwald und steigt dann steil an zu einer erfreulichen Aussicht rundum. Am Grad gehts dann entlang zum Blick auf Grünau und über idyllische Almwiesen wieder herunter in den Ort. Und wie man sieht empfiehlt sich entspanntes Gehen und Schauen. Aber das gilt gewiss nicht nur hier. Nur hier ganz besonders. Auch wichtig: Eine Wanderkarte. Die gelben Hinweisschilder am Weg stiften bei Ortsunkundigen mehr Verwirrung als Orientierung. Idealer Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei der Edthof-Siedlung. Von dort über die Straße in den Wald und ausnahmsweise den gelden Schildern nach. Der Weg zum Gipfel ist allerdings nicht beschildert. Da hilft nur die Wanderkarte oder ein entsprechendes App am Handi.

Mittwoch, 8. August 2012

Von Katzen lässt sich viel lernen.

Vor allem Entspannung und Beharrlichkeit. Schnurrend auf der Fensterbank liegend. Die Schafe auf der Nachbarswiese grasen lassen und der Falkenmauer beim In-den-Himmel-ragen zuschauen. Wer möchte das nicht!? - Und genau diese Übung steht jetzt - vervollkommnet durch ein Glas Wein - für mich am Programm.

Der sprachliche Horizont weitet sich oft unverhofft!

Sogar hinter einem LKW. Man beachte: Der im Heck des Lastwagens angeführte »Austrian Quality Transport« bekommt ganz unten eine erstaunliche inhaltliche Tiefe durch die Anmerkung: »Achtung: Dieser Fahrer spricht O.Ö. Dialekt!« So gesehen bei der Ortsausfahrt von Grünau.

Montag, 6. August 2012

Zum vierten Mal

fand heuer im Osttiroler St. Jakob in Defereggen das Festival Naturgeschichten statt. Am Foto rechts der Initiator, der Bürgermeister von St. Jakob, Gerald Hauser, links der Deferegger Holzbildhauer Hans Planer. Er arbeitete aus einer Lärche die Plastik in der Mitte heraus: Von sagenumwobenen Schnabelmenschen erzählt eine Osttiroler Überlieferung. Diese Schnabelmenschen tauchen interessanterweise - meines Wissens - in keiner anderen alpenländischen Überlieferung auf. Beeindruckend war auch was Lilly Staudigl und Christa Schwertsik in ihrem Theaterworkshop zu Grimmschen Märchen mit Kindern aus Osttirol und von Urlaubsgästen in einer Woche zustande brachten. Das Publikum der Abschlussveranstaltung im übervollen Gemeindesaal von St. Jakob war begeistert.